Andacht und Gottesdienst in der Kapelle

Seit der Einweihung im November 2000 wird in die Kapelle der Versöhnung täglich zu Andachten und zum Gebet eingeladen. Die genauen Zeiten erfahren Sie im Büro, auf der Anschlagtafel vor der Kapelle und unter Termine.

Seit dem 13. August 2005, Dienstag bis Freitag
„Gedenken an die Todesopfer der Berliner Mauer“.
Freitag um 18.00 Uhr eine Abendandacht mit dem Coventrygebet
Sonnabend um 12.00 Uhr ein Mittagsgebet.

Die Andachten sind Raststätten auf dem Weg durch unsere schnelllebige und laute Zeit. Sie laden den durch Gerede, Lärm und Bilder der technischen Welt beanspruchten Menschen zum Innehalten ein.
Der Mensch kann in ihnen einen Halt im Wort Gottes erfahren. Ausgangspunkt der Andachten sind die Psalmen, das Gebetbuch Israels und der Christenheit. Im Hören auf das Wort der Bibel, im gemeinsamen Singen der Lieder der Kirche und in der Gemeinschaft des Gebets wird die christliche Tradition lebendig. „Die christlichen Morgenandachten werden die Welt nicht retten. Aber in ihnen erhebt sich eine Gegenstimme gegen die Banalität. Es gibt nur noch wenige Stellen in unserer Gesellschaft, an denen öffentlich unabgegoltene Begriffe und Bilder wie Vergebung, Trost, Schuld, Gnade, Barmherzigkeit zitiert werden. Diese Bilder, wo sie öffentlich beschworen werden, stören die allgemeinen Übereinkuenfte. Es wird Zeit, dass wir stolz werden darauf, dass wir eine Sprache der Freiheit haben. Und es wird Zeit, dass wir sie sprechen.“
Morgengebet (zur Zeit ausgesetzt) Im Morgengebet werden im Anschluss an ein biblisches Leitwort für den Tag, frei Gebetsanliegen ausgesprochen.

Gedenken an die Todesopfer der Berliner Mauer (Dienstag bis Freitag. 12.00 Uhr)
Im Mittelpunkt jeder Andacht steht die Verlesung der Biografie eines Mauertoten.
Getragen vom Verein Gedenkstätte Berliner Mauer e.V.
und der Versöhnungsgemeinde, begleitet durch das Konsistorium der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und das Bürgerbuero e.V.,
Angehörige von Maueropfern und Verfolgte der kommunistischen Diktatur sind zu den Andachten ganz besonders eingeladen und gebeten sich an der Gestaltung innerhalb des Konzepts zu beteiligen.

Mittagsgebet (Sa. 12.00 Uhr) Das Mittagsgebet möchte ein Zeichen sein auf der Hoehe der Zeit. Zur Ruhe kommen und innehalten. Die Stille erleben und in ihr hoeren lernen. Klaenge wahrnehmen und der Sprache des Herzens lauschen. Beten und der Traum von der Fülle des Lebens in den Alltag einweben. Mit Hilfe Gottes.

Abendgebet (Freitag 18.00 Uhr) „Vater vergib“ Diese Worte bestimmen das Versoehnungsgebet von Coventry, Das Gebet wurde 1959 formuliert und wird seitdem an jedem Freitag im Chorraum der alten Kathedrale in Coventry und in vielen Nagelkreuzzentren der Welt gebetet. Nach der Zerstörung der Kathedrale von Coventry (England) am 14./15. November 1940 durch deutsche Bombenangriffe ließ der damalige Dompropst Richard Howard diese Worte in die Chorwand der Ruine meißeln. Sie beschreiben die Aufgabe der Versöhnung in der weltweiten Christenheit auch beim regelmäßigen Abendgebet in der Kapelle.

Im Eingangsbereich der Kapelle steht auf einem Sockelfragment aus der gesprengten Versöhnungskirche das Nagelkreuz. Es wurde aus drei Zimmermannsnägeln zusammengefügt, die die Balken des Deckengewölbes der alten Kathedrale in Coventry zusammengehalten hatten. Aus den Überresten der Zerstörung wurde so ein Symbol geschaffen, das den Geist der Vergebung und des Neuanfangs ausdrücken will.

Gottesdienste (10.00 Uhr)
Sie finden Sonntags und an allen christlichen und evangelischen Festtagen in der Kapelle statt, genaue Informationen dazu finden Sie unter Termine. In den Buß- und Fastenzeiten vor Weihnachten und Ostern wird jeweils am Mittwoch 19.00 Uhr zu den Advents- bzw. Passionsandachen in die Kapelle der Versöhnung eingeladen.

Gesprächskreis am Mittwoch (19.00 Uhr)
Mittwoch um 19.00 Uhr findet im Gemeinderaum in der Bernauer 111 ein Gesprächsabend statt. Ausgehend vom Zeugnis der Heiligen Schrift werden aktuelle Probleme und persönliche Fragen besprochen.
Themen waren: Psalmen, Vaterunser und Brief des Paulus an die Roemer, Bekenntnisse der eigenen Glaubenerfahrung. „Ausgehend vom Gebetbuch des Volkes Israel und dem Gebet unseres Herrn Jesus Christus betrachteten wir die unterschiedlichen Formen von Gebeten und tauschten uns über die tatsächliche und die notwendige Bedeutung von Gebet in unserer Zeit aus.“ „Den Brief des Paulus am die Römer lasen wir im Sinne Martin Luthers als kurze Zusammenfassung der gesamten christlichen und evangelischen Lehre und im Gefolge Karl Barths als Brief, der in Zeiten der Krise zur Sache des Evangeliums ruft. Wir entdeckten den Reichtum der paulinischen Sprache, die Prägnanz seiner Argumentation und die überwältigende aktuelle Bedeutung seiner Ausfuehrungen.“

Bibelstunde am Freitag (ab 14.00 Uhr)
Jeden Freitag treffen sich Seniorinnen der Gemeinde zum Bibelgespräch im Gemeinderaum in der Bernauer 111. Dieser Kreis steht in Kontinuität zum Hannah-Kreis aus der Zeit der Gruendung der Gemeinde um 1900. Die gemeinsamen Nachmittage teilen sich in zwei Abschnitte. Zuerst besteht bei einer Tasse Kaffee die Möglichkeit, die Ereignisse der vergangenen Woche zu besprechen, Nachrichten aus dem Gemeindeleben auszutauschen und persönliche Anliegen einzubringen. Selbstverständlich wird auch der Geburtstage gedacht. Danach wird der Predigttext des kommenden Sonntags miteinander gelesen und besprochen.

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an: Fon. 030-463 60 34
eMail:kirche.versoehnung@berlin.de

termine/andachten.txt · Zuletzt geändert: 2011/02/10 16:23 von r.just